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Pilgern
Pilgern in und um Harsefeld
Durch die Samtgemeinde Harsefeld führen verschiedene Pilgerwege, die dazu einladen, zu Fuß oder mit dem Rad erkundet zu werden.
Pilgern mit dem Rad
Der Radfernweg Mönchsweg ist ein Pilgerweg auf den Spuren der Missionare, die das Christentum in den Norden brachten. Die Route führt auf reizvollen Wegen von Bremen durch Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Dänemark. 190 km lang geht es von Bremen bis ins dänische Roskilde.
Pilgern zu Fuß
Harsefeld und Umgebung liegt auf der norddeutschen Route der Jakobspilger, der Via Baltica (Baltisch-Westfälischer-Weg). Der deutsche Teil beginnt in Kamminke auf Usedom an der polnischen Grenze und führt über Wismar, Lübeck, Wedel und Grünendeich bis nach Bremen.
Orientierung: gelbe Muschel auf blauem Grund oder gelbe Pfeile an Laternen- und Ampelpfosten.
Die Via Romea Germanica führt entlang des historischen Weges des Abt Albert von Stade bis nach Rom. Der Pilgerweg nimmt in Stade seinen Anfang, die erste Etappe endet in Stade und führt von dort aus weiter über die Geest nach Zweven.
Ihren Pilgerpass stempeln wir Ihnen übrigens gerne im Rathaus ab.
Alter Heer-, Handels- und Pilgerweg / Napoleonsweg
Auf den Spuren von Abt Albert, Jakob und Napoleon – Findlinge machen Geschichte
Dieser Teilabschnitt zwischen Wense bei Heeslingen im Landkreis Rotenburg/Wümme und Oersdorf hat viele Namen. Zumindest scheint es eine gemeinsame Vergangenheit zu geben, die auf die historische Bedeutung dieses Weges hinweist.
Viele Wege führen bekanntlich nach Rom – so auch dieser Weg. Seit über 1000 Jahren nutzen Pilger, Händler und Truppen bestimmte Wege, um schnell und sicher zu ihrem Ziel zu gelangen. Pilger des Jakobsweges und der Via Romea fanden auf ihrer Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela oder Rom in unserer Region einen sicheren Weg zwischen den Klöstern Stade, Harsefeld und Heeslingen. Auch heute führen beide Pilgerwege an Ahlerstedt-Ottendorf vorbei. Händler aus der Region erreichten auf derselben Strecke die Märkte in Zeven und Stade. Als Napoleons Truppen gen Stade zogen, verbreiterten sie den einst schmalen Weg auf 24 Meter Breite.
Seit Jahren stellt der Heimatverein Ottendorf Tonnen schwere Findlinge, die die letzte Eiszeit aus Skandinavien zu uns transportierte, entlang des Weges auf. Die Steine sind um die 1,5 Milliarden Jahre alt. Der Heimatverein hat jedem ein bestimmtes historisches Thema gewidmet. So gibt es neben dem „Napoleonstein“ auch einen „Welfenstein“ und sogar ein nachgebautes Megalithgrab. Insgesamt befinden sich 25 beschriftete Steine am Weg und in den angrenzenden Ortschaften.
Geführte Touren zum Heer-, Handels- und Pilgerweg bietet als Pauschalangebot die Touristinfo Harsefeld an.
