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Kläranlagen
©Martin Elsen
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©Samtgemeinde Harsefeld
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Kläranlagenleiter: Herr A. Müller
Telefon: 04164 4801
Telefax: 04164 879670
E-Mail: klaerwerk@harsefeld.de
Bereitschaftsdienst für das Klärwerkspersonal an Wochenenden und Feiertagen:
Der jeweils diensthabende Kläranlagenmitarbeiter wird unter der Telefonnummer 04164 4801 mittels Anrufweiterleitung direkt benachrichtigt. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt die Handynummer 0175 7783684 anzuwählen.
Betriebsbeschreibung - Kläranlage Harsefeld
Die Kläranlage Harsefeld wurde im Jahre 1977 erbaut und 1986 erstmals erweitert. Durch den Anschluss weiterer Ortsteile und die Erschließung von Neubaugebieten ist die Belastung angestiegen und wird auch in näherer Zukunft weiter zunehmen. Aus diesem Grund wurde die Kläranlage auf einen Anschlusswert von 23.000 Einwohnerwerten (EW) ausgebaut. Hierin enthalten sind die Abwässer der Haushalte, Schulen, Hotels und Gaststätten usw. sowie der Gewerbebetriebe und der in der Samtgemeinde anfallende Fäkalschlamm.
Das Abwasser wird über Pumpwerke im Samtgemeindegebiet auf die Kläranlage gefördert. Als erste Stufe der mechanischen Reinigung ist eine Siebanlage (1) angeordnet, in der dem Rohabwasser die Grob- und Faserstoffe entnommen werden. Die zurückgehaltenen Stoffe werden gepresst und in Müllbehälter abgefüllt. Der nachfolgende Sandfang (2) hat die Aufgabe, den im Abwasser enthaltenen Sand zu entfernen. Außerdem werden in einer separaten Kammer Fett und Öl gesammelt und abgepumpt. Sowohl das Siebgut als auch der Sand werden jeweils einer Waschanlage zugeführt, um die organischen Bestandteile zu entfernen und somit die Entsorgungskosten zu verringern.
Im Vorklärbecken (3) werden die absetzbaren Inhaltsstoffe durch Sedimentation abgetrennt, wodurch eine Entlastung der nachfolgenden biologischen Reinigungsstufe erreicht wird. Der anfallende Schlamm wird über das Primärschlammpumpwerk (4) der Schlammbehandlung zugeführt. Der mitzubehandelnde Fäkalschlamm wird mit Tankfahrzeugen angeliefert, in der Fäkalannahmestation (5) von Grob- und Feststoffen befreit sowie vor der Einleitung in den Abwasserstrom zwischengespeichert.
Die Aufgaben der biologischen Reinigungsstufe, zu der die Belebungsbecken und die Nachklärbecken zählen, sind der Abbau der sauerstoffzehrenden organischen Inhaltsstoffe sowie des Nährstoffes Stickstoff. Zusätzlich wird durch die Zugabe eines chemischen Fällmittels (6) der Nährstoff Phosphor aus dem Abwasser entfernt. Das Abwasser wird in den Belebungsbecken (7, 8) belüftet, um die an dem Abbau beteiligten Mikroorganismen mit Sauerstoff zu versorgen.
In den Nachklärbecken (9, 10, 11) findet die Trennung des gereinigten Abwassers von dem Belebtschlamm statt.
Der Belebtschlamm wird über das Rücklaufschlammpumpwerk (12) zurück in die Belebungsbecken gefördert, um die für die Reinigung erforderliche Masse an Mikroorganismen zu erhalten. Das gereinigte Abwasser fließt in die Aue ab.
Der überschüssige Belebtschlamm wird dem Kreislauf als Überschussschlamm entnommen (13) und in die Eindicker (14) gepumpt. Anschließend gelangt der Schlamm in den Faulturm (15), wo er unter Ausschluss von Sauerstoff bei Temperaturen von ca. 35 °C in 20 Tagen ausgefault wird. Während des Faulprozesses werden die organischen und damit die geruchsbildenden Inhaltsstoffe des Schlammes weitestgehend abgebaut, wodurch die Schlammmengen deutlich verringert werden. Der ausgefaulte Schlamm wird anschließend in den Stapelbehältern (16, 17, 18, 19) gelagert, bis er von den Landwirten an den Schlammzapfstellen (20) abgeholt und auf die Felder gebracht wird.
Das bei der Faulung anfallende Biogas wird zwischengespeichert (21) und in einem Blockheizkraftwerk (23) energetisch umgesetzt. Ein Gasmotor erzeugt elektrische Energie, die für die elektrischen Antriebe der Kläranlage genutzt wird. Die bei der Verstromung entstehende Abwärme wird über einen Wärmetauscher für die Beheizung des Faulturmes und bei Bedarf für die Heizung der Betriebsgebäude genutzt.
Der Beginn der Baumaßnahme war im Mai 1998. Die neuen Anlagenteile der Abwasserreinigung konnten im März 1999 in Betrieb genommen werden. Die derzeitigen Ablaufwerte zeigen, dass die behördlich festgelegten Anforderungen deutlich unterschritten werden. Der neue Faulturm wurde erstmals Ende Mai 1999 mit Schlamm beschickt. Nach Beendigung der Einfahrphase hat sich der Betrieb des Faulturmes stabilisiert. Anhand der Eigenschaften des Faulschlammes und der Höhe der Gasproduktion lässt sich feststellen, dass der Faulprozess einwandfrei arbeitet. Die Gesamtkosten des 3. Bauabschnittes belaufen sich auf brutto rd. 2,76 Mio. €.
Durch die Erweiterungsmaßnahmen auf der Kläranlage wird in der Samtgemeinde Harsefeld auch zukünftig eine sichere, dem Stand der Technik und den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Abwasserentsorgung und Schlammbehandlung gewährleistet. Die Abwasserreinigung trägt zur Verbesserung der Gewässergüte der Aue bei, die als ökologisch besonders wertvoll und deshalb als Vorranggebiet für Natur und Landschaft eingestuft wird.
Bezugnehmend auf die, im Text, aufgeführten Nummerierungen finden Sie den dazugehörigen Lageplan unter den Dokumenten im linken Bereich.
Betriebsbeschreibung - Kläranlage Bockholt
Für die Reinigung des Abwassers aus den Orten Ahlerstedt, Ahrenswohlde, Ottendorf und Kakerbeck betreiben die Samtgemeindewerke Harsefeld die Kläranlage Ahlerstedt-Bockholt. Diese Kläranlage wurde 1992/93 als mechanisch-biologische Kläranlage errichtet und im ersten Bauabschnitt unter Berücksichtigung der Stickstoffelimination nach dem Prinzip der intermittierenden Denitrifikation für eine Anschlussgröße von 3.000 Einwohner erstellt. Im Jahr 2006 wurde die zweite Ausbaustufe realisiert und die Ausbaugröße auf 6.000 Einwohner erweitert.
Die dazugehörige Skizze finden Sie unter den Dokumenten im linken Bereich.