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Schotter- und Kiesgärten
Immer häufiger greifen Hauseigentümer:innen bei der Gestaltung von Vorgärten zu Kies und Schotter. Ziel ist oft ein geringer Pflegeaufwand, doch diese Art von Vorgarten hat mehrere Nachteile.
In Anbetracht der klimatischen Veränderungen und des Insektensterbens ist die Anlage von begrünten Vorgärten wichtiger denn je. Diese bringen Natur in die Wohngebiete und verbessern Wohlbefinden und Kleinklima.
Darüber hinaus sind Kies- und Schottergärten nach der niedersächsischen Bauordnung nicht erlaubt.
Es heißt dort: Die nicht bebaubaren Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere Nutzung erforderlich sind.
Teilweise wird die Art der Bepflanzung von unbebauten Flächen sogar durch den jeweils gültigen Bebauungsplan vorgegeben.
Schottergärten haben viele Nachteile
- Der Pflegaufwand ist langfristig höher: Staub, Laub, Nährstoffe und Samen kommen auf dem Luftweg. In der Folge wachsen Moose, Algen und Wildkräuter, auch die Folien und Vliese lassen auf Dauer Aufwuchs durch.
- Regenwasser kann kaum versickern, Starkregen führt zur Überlastung der Kanalisation, die Versiegelung des Bodens führt zu dauerhaften Bodenschädigungen.
- Die Oberfläche erhitzt sich im Sommer stark und heizt das Gebäude zusätzlich auf.
- Höhere Staub- u. Lärmbelastung.
- Für Tiere und Pflanzen geht Lebensraum verloren.
Im Landkreis Stade läuft daher die Aktion Bunte Vielfalt statt Schottergärten
Ein mit heimischen Sträuchern, Stauden und Bodendeckern angelegter Vorgarten ist jahrelang schön und blüht in allen Farben. Mit einem jährlichen Rückschnitt ist der Pflegeaufwand nur gering, Bienen, Schmetterlinge und Vögel haben auch in Wohngebieten ein zu Hause.
Weitere Informationen finden Sie links unter Dokumente oder auf der Homepage des Landkreises Stade unter Bunte Vorgärten
