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Begleitende Akteursbeteiligung
Die frühzeitige Einbindung von verschiedensten Akteuren ist von entscheidender Bedeutung für eine Kommunale Wärmeplanung, die im Anschluss auch breite Zustimmung findet und umgesetzt werden kann. Zusätzlich ergeben sich aus Gesprächen mit Akteuren oft wertvolle Hinweise und Perspektiven.
In einem ersten Schritt wurden die relevanten Akteure in enger Abstimmung mit den Projektbeteiligten identifiziert und dadurch die Zielgruppen für die Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit anhand der lokalen Strukturen und Begebenheiten bestimmt. Bei den eng zu beteiligenden Akteuren handelt es sich neben der Verwaltung vor allem um Fachakteure aus der Energiewirtschaft, der Wohnungswirtschaft und den lokalen Unternehmen. Sie unterstützen die Erstellung der Wärmeplanung durch die Weitergabe von relevanten Informationen z.B. zu Verbrauchsdaten und Modernisierungsplänen. Gleichzeitig bieten sie erfahrungsgemäß ein besonderes Potenzial bei der anschließenden Umsetzung des Wärmeplans. Mit den Runden Tischen wurden für sie Beteiligungsformate entwickelt, die zum Mitmachen einluden, sowie genügend Zeit für Austausch und die gemeinsame Ideenfindung boten.
Für die Zivilgesellschaft, welche für die Umstellung der Wärmeversorgung nicht unbedeutend ist, jedoch einen geringeren Einfluss auf den Erstellungsprozess hat, wurden prozessbegleitende Informationsmöglichkeiten über die Presse und die Internetseite geschaffen.
Zwei Runde Tische zur Beteiligung der Fachakteure
Um die Fachakteure gemeinsam mit der Verwaltung kontinuierlich in die Erstellung der Wärmeplanung einzubeziehen, wurden zwei Runde Tische durchgeführt. Der Fokus des Formats lag darin, gemeinsam mit den relevanten Akteuren aus Energieversorgung, Gewerbe, Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft über Möglichkeiten, Hemmnisse und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung zu diskutieren.
Der erste Runde Tisch wurde am 21.11.2024 digital durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf dem Erwartungsmanagement gegenüber der Kommunalen Wärmeplanung, der Datenprüfung sowie der Sammlung von Ideen und Hinweisen zur Wärmeplanung der Samtgemeinde Harsefeld. Am ersten Runden Tisch haben 28 interessierte Fachakteure teilgenommen, von denen die meisten aus Gewerbe und Unternehmen sowie aus der Energieversorgung kamen.
In einer rund einstündigen Beteiligungsphase wurden mit den teilnehmenden Fachakteuren die eigenen Potenziale zur Unterstützung der Wärmewende sowie Ideen für die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in der Samtgemeinde Harsefeld diskutiert. Dabei ging es um Themen wie die Nutzung der Abwärme diverser Unternehmen, PV-Freiflächenanlagen, ein kaltes Nahwärmenetz mit oberflächennaher Geothermie für die Steinfeldsiedlung, den Ausbau einer zentralen Heizungsanlage im Sanierungsgebiet Jahnstraße, mögliche Betreiberkonzepte für Wärmenetze, attraktive Angebote zur Gebäudemodernisierung sowie Beratungsangebote für das Fachhandwerk.
Der zweite Runde Tisch fand am 27.03.2025 in Präsenz im Rathaus Harsefeld statt. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Vorstellung des Entwurfs des Wärmeplans für die Samtgemeinde. Anschließend wurden das Konzept sowie die Umsetzungsoptionen in zwei Gruppen diskutiert. Insgesamt nahmen 24 Interessierte teil. Darunter waren Fachakteure der Politik, der Wohnungswirtschaft, der Energieversorgung und des Handwerks vertreten. Diskutiert wurden mögliche Betreibermodelle, potenzielle Akteure und ihre Integration in den weiteren Prozess sowie die Verdichtung und der Ausbau der bestehenden Wärmenetze. Deutlich wurde, dass für Netzbetreibende vor allem die Tragfähigkeit des Betreibermodells, das wirtschaftliche Risiko sowie die Unterstützung durch die Samtgemeinde Harsefeld zentrale Themen waren. Von den teilnehmenden Akteuren kam der Wunsch auf, einen stärkeren Einbezug aller Akteure, wie Bürgerschaft, Energiegenossenschaften und privater Akteure zu schaffen, um gemeinsam zukunftsfähige Wärmenetze zu entwickeln.