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Samtgemeinde Harsefeld: Zum Erstflug gestartet


Zum Erstflug gestartet


Die Feuerwehr Harsefeld hat die erste Drohne im Landkreis Stade bekommen. Dank einer großzügigen Spende der Dow Ohrensen war diese Anschaffung möglich. Das Gesamtpaket beinhaltet zwei Drohnen, eine große Einsatzdrohne und eine kleine, die überwiegend für Übungszwecke eingesetzt wird.  Ebenfalls mit im Paket: die Pilotenausbildung. Diese begann am Samstag im Harsefelder Feuerwehrhaus „Auf der Herde“.

Die zunächst 10 Feuerwehrleute, die diese Ausbildung durchlaufen, begannen am Samstag mit dem Flugtraining. Am Sonntag schloss sich die theoretische Ausbildung mit abschließender Prüfung an. Diese wird nach den Vorgaben des Luftfahrtbundesamt, durch eine autorisierte Stelle abgenommen.

Spannung vor dem ersten Flug

Der Ausbilder Jasper Heyden, der eine Drohnenflugschule in Berlin betreibt, führte die Schulung in Harsefeld durch.

Zunächst vermittelte er mit mit kleineren Geräten die Gewöhnung an Steuerung, Monitor, Sattelitennavigation und die Bedeutung der Anzeigen. Nach und nach wurden die Kameraden sicherer im Umgang.

Mit den sonst bei der Feuerwehr eingesetzten Gerätschaften wie Pumpen, Schläuchen und schwerem Bergungsgerät haben die sehr filigranen und leichten Drohnen nicht viel gemeinsam. Trotzdem wird sie ein sehr wertvolles Gerät bei zukünftigen Einsätzen sein. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Personensuchen, Vegetationsbrände, Großschadenslagen, Erkundung der Schadensstelle aus sicherer Entfernung. Bei Gefahrguteinsätzen könnte durch die Temperaturunterschiede zwischen der Luft und den austretenden Schadstoffen eine Ausbreitung schnell erkannt, und entsprechend gehandelt werden.

Gegen 13.00 Uhr war es dann soweit, der Erstflug der Harsefelder Feuerwehrdrohne stand an. Leise surrend flog sie auf die vorgegebene Höhe von 20 Metern und blieb dort stehen. Das Zusammenspiel von Drohne und mehreren Navigationssatelliten ermöglicht das.

Ortsbrandmeister Jonas versucht, die Drohne heile zu landen

Dadurch ist gewährleistet, dass der Pilot auf seinem Monitor ein absolut ruhiges Bild erhält.

Das neue Einsatzmittel besteht überwiegend aus Carbon und Aluminium. Ausgestattet ist sie mit einer Wärmebildkamera und einer Hochleistungskamera mit einem 10- fachen optischem Zoom. Beide Kameras ermöglichen es, Videos und Bilder zu machen, und sind einzeln und frei schwenkbar. Angetrieben wird die Drohne von zwei Akkus, die Flüge von rund 30 Minuten ermöglichen. Die robuste Bauweise ermöglicht auch Einsätze bei Nebel und feuchtem Wetter. Es können weitere Zubehörteile wie Scheinwerfer, Lautsprecher und Monitor installiert werden. Das Display der Fernbedienung ist tageslichttauglich und liefert dem Piloten alle wichtigen Informationen. Das gesamte Paket von der Dow Ohrensen hat ein Volumen von 50.000 €.

Vorgesehen ist, das Gerät Anfang Juli einsatzbereit zu melden. Danach kann sie dann über die Leitstelle kreisweit angefordert werden. Bis dahin werden insgesamt 23 Feuerwehrleute zu Piloten ausgebildet. Vier bis fünf Kameraden fahren die Einsätze mit der Drohne. Sie ist im Gerätehaus Harsefeld stationiert und wird bei Bedarf auf ein Mannschaftstransportfahrzeug geladen. Die Samtgemeinde übernimmt die Drohne vom Förderverein als Einsatzmittel und wird es entsprechend versichern.

Die Feuerwehr Harsefeld hat damit ein zukunftweisendes Hochleistungsgerät erhalten.   



18. Februar 2020
Aktuelles, Allgemein