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Samtgemeinde Harsefeld: Sturmschäden durch Sabine


Sturmschäden durch Sabine


Wegen des Orkantiefs, das zurzeit über Deutschland zieht, sind auch in der Samtgemeinde Harsefeld Schäden entstanden. Die Feuerwehren mussten zu etlichen Einsätzen ausrücken.

Ab 14.00 Uhr am Sonntag begannen die Einsätze mit losgelösten Metallplatten, die umherflogen.

Mehrere Trampoline im Garten eines Mehrfamilienhauses hatte der Sturm umhergewirbelt. Eines hatte sich auf den Weg zu den Gleisen gemacht und wurde von den Feuerwehrleuten ‚eingefangen‘ und demontiert.

Bäume und Äste , die Fahrbahnen blockierten, galt es zu beseitigen. Die ersten Ortswehren der Samtgemeinde Harsefeld rückten auch aus, um Bäume zu zersägen.

Um 16.34 Uhr dann ein besonderer Einsatz am Issendorfer Weg:

Eine ältere Tanne von ca. 12 Metern Höhe hatte der Sturm umgeweht. Die riesige Wurzel hatte die Versorgungsleitung für Gas mit aus der Erde gerissen und zerstört. Das Gas konnte ungehindert ausströmen. Der Einsatzleiter der Harsefelder Feuerwehr Olaf Jonas beorderte alle freien Kräfte an den Einsatzort. Sofort wurden die Häuser, die in Windrichtung lagen, evakuiert, und der Bereich weiträumig abgesperrt. Wie bei Gasaustritten üblich, alarmierte die Leitstelle des Landkreises auch den Umweltzug, mit dem Gerätewagen spüren und messen können, den Kreisbrandmeister sowie den Energieversorger.

Zerstörung einer Gasleitung durch einen umgestürzten Baum

Der Trupp unter schwerem Atemschutz, der das Haus unmittelbar an der Gefahrenstelle evakuieren sollte, bekam die Nachricht, dass sich im Haus ein bettlägeriger Patient befindet, der nicht ohne Hilfe das Haus verlassen konnte. Sofort forderte die Einsatzleitung einen Rettungswagen an.

Inzwischen war ein Mitarbeiter der EWE eingetroffen, der mit sehr einfachen Mitteln die Gasleitung abklemmte, so dass keine Gefahr mehr durch austretendes Gas bestand.

Die provisorische Abdichtung wurde später ersetzt. Die Anwohner konnten nach ca. einer halben Stunde wieder zurück in ihre Häuser, nachdem diese mit Gasspürgeräten der Feuerwehrleute freigemessen waren.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Harsefeld, Bargstedt, Ahlerstedt, Ahrensmoor, Ohrensen und Issendorf. Der Umweltzug des Landkreis Stade, Kreisbrandmeister Peter Winter, Polizei und Rettungswagen mit zusammen 60 Leuten an Personal.

Um die Menge an Einsätzen zu bearbeiten, ist im Harsefelder Gerätehaus eine Örtliche Einsatzleitung eingerichtet, die die Koordination mit den einzelnen Ortswehren übernimmt.

Am Nachmittag und Abend des 9. Februar 2020 gab es für die Samtgemeindefeuerwehr 15 Einsätze.

Bericht & Bild: Günter Kachmann



10. Februar 2020
Aktuelles, Allgemein