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Samtgemeinde Harsefeld: Corona: Osterfeuer im Landkreis Stade erst wieder im kommenden Jahr erlaubt


Corona: Osterfeuer im Landkreis Stade erst wieder im kommenden Jahr erlaubt


Viele Menschen hatten sich sehr darauf gefreut, doch die traditionellen Osterfeuer müssen in diesem Jahr ausfallen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich die Gäste oder eingesetzte Feuerwehrleute anstecken und sich das Coronavirus sich dadurch wieder schneller verbreitet. Rein rechtlich gesehen unterliegen die öffentlichen Brauchtumsveranstaltungen dem vom Land Niedersachsen ausgesprochenen Kontaktverbot.

Zwar dürften Brauchtumsfeuer nach Vorgabe des Landes auf einen späteren Termin im Jahr verschoben werden, doch wird voraussichtlich keine Gemeinde im Landkreis Stade von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Bei einem Treffen mit Landrat Michael Roesberg waren sich die hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller Kommunen im Landkreis Stade außerdem darüber einig, dass auch kleine, private Feuer aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht erlaubt sind. Wer trotz Verbots ein Feuer abbrennt, insbesondere bei privaten Osterfeuern, muss mit einem Bußgeld rechnen und zusätzlich die Kosten für den Feuerwehreinsatz tragen.

Weil die Kompostierplätze zurzeit geschlossen sind, bittet das Umweltamt Gartenbesitzer darum, Grün- und Gehölzabfälle vorerst auf dem eigenen Grundstück zu lagern. Verboten ist es aus Naturschutz- und Umweltschutzgründen ausdrücklich, Gartenabfälle in die freie Landschaft, an die Wegränder oder in Gräben zu kippen. Auch wenn das Pflanzenmaterial dort langfristig verrottet, enthält es in der Regel Bestandteile, die sich mit heimischen Natur nicht vertragen oder die Funktion – etwa von Gräben – stört. Wer sich an das Verbot nicht hält, riskiert ein Bußgeld.



6. April 2020
Aktuelles, Corona