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Samtgemeinde Harsefeld: Blutspende mit „Venus-Gucken“


Blutspende mit „Venus-Gucken“


Blutspender in Harsefeld kommen beim vergangenen Spendetermin in Harsefeld zu einem besonderen Erlebnis: Sie können die Venus, den strahlenden „Abendstern“ in der Warteschlange auf dem Schützenplatz in Harsefeld bewundern. Kurz nach Sonnenuntergang gegen 18:15 steht sie hoch im Westsüdwesten über der Schützenhalle.

Warum das Erlebnis? Im Zeichen der Corona-Krise ändert sich fast alles. Auch die sonst schon strengen Hygiene- und Sicherheitsstandards des DRK-Blutspendedienstes. Sie werden deutlich verschärft. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK tragen zusätzlich Gesichtsmasken und Einweghandschuhe.

Da die Rosenborn-Grundschule nach dem Beschluss der Schulschließung vorerst nicht zur Verfügung steht, findet die Blutspende in Harsefeld, am Montag, 23. März, ausnahmsweise in der Schützenhalle, Im Wieh, statt.
„Wir mussten uns schnell umentscheiden, als feststand, dass unsere Blutspende trotzdem stattfindet,“ sagt Claudia Luckow, Leiterin des Arbeitskreises „Blutspende“ vom DRK Ortsverein Harsefeld. Andernorts fallen Spendetermine aus, es können nicht mehr ausreichend Spenden gewonnen werden. Also ist der Harsefelder Termin sehr wichtig.

Viel Fragen sind zu Beginn ungeklärt: Wie sind die Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen, wer ist spendentauglich, wie gehen wir mit dem so beliebten Buffett nach der Spende um, und vieles andere mehr.

So wird strikt zwischen „Warte- und Spendebereich“ getrennt: Folge ist eine 1 ½ Stunden dauernde Wartezeit vor dem Spendelokal auf dem Schützenplatz stehend. Versehen mit einer Reihungsnummer und im Abstand von mindestens 2 m voneinander. „Sie sind in dieser besonderen Zeit, eine besondere Art Blutspender, dafür danke ich Ihnen sehr:
geduldig und ausharrend, das ist nicht selbstverständlich!“, sagt Heiko Kania vom Harsefelder Ortsverein, den bis zu 60 in der Schlange wartenden Spendewilligen. Er organisiert in den 4 ¾ Stunden der Spende den Wartebereich.

Nach Sonnenuntergang wird es empfindlich kalt auf dem Schützenplatz. Wiebke Kostyra von der Leitung des Arbeitskreises Blutspende, ist für die
Betreuung der Wartenden zuständig. Es gibt Kaffee oder Tee als warme „Aufmunterer“. Als um 21:00 Uhr die Blutspende beendet wird, haben knapp 130 Spender freiwillig und unentgeltlich ihr Blut dem DRK überlassen! Und erstmals mussten ca. 60 Spender unverrichteter
Dinge nach Hause gehen, weil die Entnahmekapazität nicht weiter reichte.
„Ein ganz besonders großer Dank gilt allen so geduldigen Spendern und weiterhin bedanken wir uns ganz herzlich beim Schützenverein Harsefeld und dem Ehepaar Eckhoff vom Bistrorant „Innside“ für die Unterstützung durch die Nutzung der Toiletten“, sagen die beiden Arbeitskreisleitenden, Claudia Luckow und Wiebke Kostyra am Ende dieses langen Tages gegen
22:00 Uhr.

Verfasser: Heiko Kania



28. März 2020
Aktuelles, Allgemein, DRK, Vereine