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Samtgemeinde Harsefeld: Bekanntmachung – Bauleitplanung der Gemeinde Ahlerstedt – Bebauungsplan Nr. 47 “Gewerbegebiet Hohenhausen” mit örtlicher Bauvorschrift


Bekanntmachung – Bauleitplanung der Gemeinde Ahlerstedt – Bebauungsplan Nr. 47 “Gewerbegebiet Hohenhausen” mit örtlicher Bauvorschrift


Bekanntmachung

Bauleitplanung der Gemeinde Ahlerstedt

Bebauungsplan Nr. 47 „Gewerbegebiet Hohenhausen“ mit örtlicher Bauvorschrift

Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Ahlerstedt hat in seiner Sitzung am 09.09.2020 die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 47 mit der Bezeichnung „Gewerbegebiet Hohenhausen“ beschlossen.

Das innerhalb des Plangebiets befindliche Lohnunternehmen möchte seinen Betrieb nach Westen hin erweitern. Zudem möchte der Betriebsinhaber auf dem Gelände für den familiären Eigenbedarf ein neues Wohngebäude errichten. Der derzeitige Betriebsstandort Hohenhausen 5 befindet sich jedoch im planungsrechtlichen Außenbereich. Um die Erweiterung zu ermöglichen, müssen daher die an das bestehende Betriebsgrundstück angrenzenden Außenbereichsflächen durch einen neuen Bebauungsplan überplant und die vorhandenen Grundstücke entlang der Straße „Hohenhausen“ innerhalb des neu aufzustellenden Bebauungsplanes gesichert werden.

Ziel der Planung ist es somit, einem ortsansässigen Lohnunternehmen zur Bewirtschaftung der Landwirtschaftsflächen umgebender lokaler Landwirtschaftsbetriebe eine betriebliche Expansion aufgrund zeitgemäßer Platzbedarfe der notwendigen Maschinen und Gerätschaften zu ermöglichen. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens, der insbesondere Arbeiten mit landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften auf Landwirtschaftsflächen weiterer Landwirtschaftsbetriebe in der Region ausführt. Dazu zählen vor allem das Düngen und die Ernte von verschiedenen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die grundsätzliche Bodenbearbeitung landwirtschaftlich genutzter Flächen sowie die Be- und Entladung (inkl. Transport) landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Der Bebauungsplan dient folglich im Sinne des    § 1 Abs. 6 Nr. 8 a und b BauGB insbesondere den Belangen der Wirtschaft bzw. der Landwirtschaft.

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 22.02.2022 den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 47 „Gewerbegebiet Hohenhausen“ gebilligt und beschlossen, auf dieser Grundlage die öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB und auch die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

Die Abgrenzung des Plangebietes ergibt sich aus dem nachfolgenden Lageplan:

Die öffentliche Auslegung erfolgt in der Zeit

vom 15. März 2022 bis einschließlich 20. April 2022

während der Dienststunden im Gemeindebüro Ahlerstedt, Kakerbecker Straße 1, 21702 Ahlerstedt und auch im Rathaus der Samtgemeinde Harsefeld, Fachbereich III – Planen und Bauen, Zimmer 122, Herrenstraße 25, 21698 Harsefeld. Während dieser Auslegungsfrist können folgende Unterlagen eingesehen werden:

  1. Planzeichnung zum Bebauungsplan Nr. 47, Stand Februar 2022, ausgearbeitet durch das Planungsbüro Evers & Partner, Hamburg
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 47, Stand Februar 2022, ebenfalls ausgearbeitet durch das Planungsbüro Evers & Partner, Hamburg
  3. Begründung, Teil B: Umweltbericht mit Eingriffsregelung und Potenzialabschätzung, Stand Januar 2022, ausgearbeitet durch den Landschaftsarchitekten Klaus Ebler
  4. Beurteilung zu Thematik Beeinträchtigung der Eichen durch den Bau einer Nachtzufahrt, Ortsbesichtigung vom 09.06.2021, Gärtner und Fachagrarwirt für Baumpflege Herrn Sven Liestmann, Beurteilung datiert vom 19.06.2021
  5. Schalltechnische Untersuchungen im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 47 der Gemeinde Ahlerstedt bearbeitet durch die Firma Technologie Entwicklungen & Dienstleistungen GmbH, Bremerhaven, Stand Dezember 2021
  6. Regenwasserentsorgung im B-Plan Nr. 47 „GWG Hohenhausen“ – Entwurf/Genehmigungsantrag, bearbeitet von IWU – Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft und Umwelttechnik Zeven GmbH & Co. KG, Stand Dezember 2021

Während der Auslegungsfrist können von jedermann Anregungen zu den Inhalten des Planentwurfs schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird gem. § 3 (2) BauGB darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungsnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.

Auf die Hinweisbekanntmachung unter www.harsefeld.de/Bauleitplanungen wird hingewiesen.

Umweltbezogene Stellungnahmen:

Stellungnahmen aus der Beteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB und § 4 Abs. 1 BauGB

1) Landkreis Stade (09.09.2021):

Landwirtschaft: Durch Ausweisung des MI würden bestehende Betriebe in ihren Erweiterungsmöglichkeiten eingeschränkt werden.

Immissionsschutz: Für abschließende Bewertung sind die Ergebnisse des Schallgutachtens erforderlich.

Löschwasserversorgung: Eine sachgerechte Löschwasserversorgung ist in Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr Harsefeld herzustellen

Denkmalschutz: Ein Bodendenkmal ist im Plangebiet vorhanden und soll nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen werden. Belange des Denkmalschutzes sind demnach zu berücksichtigen

Abwasserbeseitigung: Ein Konzept zur Abwasserbeseitigung ist zu erstellen. ist eine Einleitung der gereinigten Abwässer aus einer Kleinkläranlage vorgesehen, so ist eine Erlaubnis nach § 10 des Wasserhaushaltsgesetzes beim Landkreis Stade, Umweltamt zu beantragen.

Naturschutz: Detaillierte Planunterlagen der im Nordosten des Plangebietes vorgesehenen SPE-Fläche sind zu erstellen, aus denen die Lage und die Größe des Feuchtbiotops hervorgeht. Auch ein Schnitt durch das Gewässer ist den Unterlagen beizufügen. Die Bedingungen zur Anerkennung der Kompensationsfläche seitens der UNB sind zu berücksichtigen. Ist eine externe Kompensation erforderlich wird, sollte diese über einen entsprechenden Hinweis in den B-Plan aufgenommen werden. Für eine externe Kompensationsmaßnahme ist die Eignung und Verfügbarkeit der Fläche nachzuweisen. Die Kompensationsmaßnahme müsste ebenfalls ausführungsreif erläutert werden. Die dauerhafte Sicherung einer ggf. notwendigen externen Kompensationsfläche ist erforderlich. Ist die Gemeinde Eigentümerin der Fläche ist die Sicherung über den städtebaulichen Vertrag ausreichend, ansonsten ist die Eintragung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit erforderlich. Der entsprechende Nachweis sollte vor Satzungsbeschluss der unteren Naturschutzbehörde vorgelegt werden. Ggf. notwendige artenschutzrechtliche Vermeidungsmaßnahmen sollten als konkrete Festsetzung in den B-Plan aufgenommen werden.

2) Staatl. Gewerbeaufsichtsamt Cuxhaven (30.08.2021)

Immissionsschutz: Eine detaillierte Stellungnahme ist erst nach Vorlage der lärmtechnischen Untersuchung möglich. Die immissionsschutzrechtliche Zuständigkeit für den vorhandenen landw. Lohnunternehmer liegt beim Landkreis Stade.

3) Landwirtschaftskammer Niedersachsen (07.09.2021)

Umweltverträglichkeitsprüfung: Es bestehen keine besonderen Anforderungen im Hinblick auf den erforderlichen Untersuchungsaufwand und den Detaillierungsgrad der Umweltverträglichkeitsprüfung.

Flächenausweisung: Entzug landwirtschaftlicher Flächen wird kritisch gesehen. Landwirtschaftliche Nutzflächen und Betriebe dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Kompensationsflächen: Ausgleichs- und Kompensationsflächen müssen gem. BauGB bereitgestellt werden, um Flächenverlust für Landwirtschaft zu minimieren. Bei der Planung von Kompensationsmaßnahmen müssen agrarstrukturelle Belange beachtet werden.

Umweltbezogene Informationen:

1) Umweltbericht, Landschaftsarchitekt Klaus Ebler, Januar 2022 : Beschreibung der Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Luft und Klima, Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter sowie Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern mit geplanten Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen.

Es wurde für das Plangebiet eine Potentialabschätzung auf Grundlage einer Ortsbegehung ver- fasst. Es wird die potenzielle Eignung als Durchzugs- und Nahrungshabitat von Fledermäusen und Brutvögeln im Untersuchungsgebiet begutachtet. Das Untersuchungsgebiet ergibt sich aus der Eingriffsfläche mit der unmittelbaren Umgebung (+ ca. 50 m).

2) Beurteilung zur Beeinträchtigung der Eichen durch den Bau einer Nachtzufahrt, Baumpflege – Garten- und Landschaftsbau Sven Liestmann, von Juni 2021

Baumstandorte werden durch den Bau der zweiten (Nacht)Zufahrt nicht bzw. nur wenig beeinträchtigt. Von Vorteil ist zudem, dass diese Zufahrt nur wenige Tage im Jahr (Erntezeit) genutzt und ein Mineralgemisch und keine Pflasterung zum Einsatz kommt. Eine Berücksichtigung beim Ausschachten ist geboten.

3) Regenwasserentsorgung im B-Plan Nr. 47 „GWG Hohenhausen“ – Entwurf/ Genehmigungsantrag, IWU – Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft und Umwelttechnik Zeven GmbH & Co. KG, von Dezember 2021

Beschreibung zur Herstellung einer sachgerechten Oberflächenentwässerung für das gesamte Plangebiet. Die Bündelung der anfallenden Niederschläge innerhalb einer Maßnahmenfläche „Feuchtbiotop“ im Nordosten des Plangebietes wurde nach Abwägung verschiedener naturschutzfachlicher Belange verworfen. Die Entwässerungsplanung sieht stattdessen vor das anfallende Niederschlagswasser der geplanten Gebäudedächer und sonstiger Flächen über ein Kanalsystem zu sammeln und in ein neu anzulegendes Regenrückhaltebecken nordwestlich des Gewerbegebietes zu leiten.

4) Schalltechnische Untersuchung, technologie entwicklungen & dienstleistungen GmbH, vom 20. Dezember 2021

Die zu erwartenden Geräuschimmissionen durch die zukünftigen Aktivitäten innerhalb des Geltungsbereichs sollen im Hinblick auf die schutzbedürftige Nachbarschaft ermittelt und entsprechend der eingängigen Verwaltungsvorschriften beurteilt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass unter Berücksichtigung der gewählten Ansätze die Orientierungswerte der DIN 18005-1 bzw. die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, mit der Option der südlichen Nachtzufahrt, eingehalten werden können.

Der Bürgermeister

Uwe Arndt

Anlage 1 - Planzeichnung zum B-Plan Nr. 47 (0.7 MiB)

Anlage 2 - Begründung zum B-Plan Nr. 47 (1.9 MiB)

Anlage 3 - Begründung, Teil B Umweltbericht mit Eingriffsregelung und Potentialabschätzung (1.6 MiB)

Anlage 4 - Beurteilung Sven Liestmann (1.6 MiB)

Anlage 5 - Schalltechnische Untersuchungen im Rahmen der Aufstellung des B-Plans Nr. 47 (1.9 MiB)

Anlage 6 - Regenwasserentsorgung im B-Plan Nr. 47 (1.7 MiB)



8. März 2022
Aktuelles, Allgemein, Bauleitplanungen