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Samtgemeinde Harsefeld: 75 Jahre und kein bisschen leise


75 Jahre und kein bisschen leise


Die Feuerwehr Ruschwedel feiert ihren Geburtstag

60 Feuerwehrleute und Gäste konnte Ortsbrandmeister (OBM) Sven Liestmann im Ruschwedeler Dorfgemeinschaftshaus begrüßen. Unter Ihnen Gemeindebrandmeister (GBM) Heiko Wachlin, die Ehrengemeindebrandmeister Wilfried Lühring und Harald Lange sowie zwei Vertreterinnen des benachbarten Kindergartens.

Der OBM bedauerte in seiner Begrüßung, dass kein Vertreter der Kreisfeuerwehr und der Verwaltung anwesend war. Alle hatten sich wegen Krankheit und Terminüberschneidungen entschuldigt.

OBM Liestmann erinnerte in seinem Rückblick an einige Ereignisse in den 75 Jahren Feuerwehrgeschichte: Gegründet am 15.10.1946 ist sie die jüngste Wehr in der Samtgemeinde Harsefeld. Seit dem Jahr 1901 gab es bereits Vorläufer der Feuerwehr. Diese sogenannten „Stoßtrupps“ mussten ihre Ausbildung und Dienste in Harsefeld und Apensen absolvieren. Mit Gründung der Wehr erhielt sie einen Tragkraftspritzenanhänger. Bis 1949 war er in einer Scheune abgestellt, und wurde mit einem Traktor zur Einsatzstelle gefahren.

Erstes Feuerwehrgerätehaus in Ruschwedel

Das erste Gerätehaus entstand auf dem Hof Poppe. Nach Beschaffung des ersten Tragkraftspritzenfahrzeug 1963 mit Spitznamen „Max“ wurde es verlängert. 1984 zog Max in einen Neubau am Freibad, 1985 kam ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug nach Ruschwedel die Ära Max war beendet.

2010 benötigte der inzwischen entstandene Kindergarten mehr Platz und das Gerätehaus wurde umgebaut, was auch die Situation der Feuerwehr verbesserte. 2015 stellte die Wehr ein Kleinlöschfahrzeug mit einem Wasservorrat von 500 Litern in Dienst. Damit steigerte sich die Leistungsfähigkeit der kleinen Ortswehr enorm. In der Reihe der vier Ortsbrandmeister ist besonders der Kamerad Helmut Löden zu erwähnen, der von 1951 bis 1991 insgesamr 40 Jahre an der Spitze der Wehr stand. Der erste OBM Hinrich Poppe leitete die Wehr von 1946 bis 1951. Waldemar Eckhoff von 1991 bis 2009 und seit 2009 Sven Liestmann. Bei den vielen Einsätzen der Feuerwehr Ruschwedel ist ein Großfeuer in besonderer Erinnerung geblieben: Am 24. August 1976 brannten zwei Hofstellen komplett ab. Viele Tiere kamen dabei ums Leben. Soweit der Rückblick auf einige Stationen der Geschichte.

Großfeuer in Ruschwedel 1976

GBM Heiko Wachlin überbrachte Grüße und Glückwünsche der 15 weiteren Wehren der Samtgemeinde, sowie die guten Wünsche der Kreisfeuerwehr und der Verwaltung. In seinen Ausführungen berichtete Wachlin über weitere „große Ereignisse“ im Gründungsjahr. In London wurde ein Großflughafen eröffnet. „In Paris gab es nach großem Aufschrei und Skandalrufen die Vorstellung des ersten Bikinis. Wobei es mir schwerfällt einen Zusammenhang zwischen der Erfindung des Bikinis und der Gründung der Feuerwehr Ruschwedel herzustellen…. aber egal,“ so Wachlin.

Weiter berichtete er über die Veränderungen in den vergangenen 75 Jahren innerhalb der Feuerwehr.

Ehrensamtgemeindebrandmeister Lühring verglich das Jubiläum mit einem Klassentreffen. So war der heutige OBM Liestmann in der Jugendfeuerwehr Harsefeld ausgebildet worden, deren Jugendwart Lühring etliche Jahre war. Durch seinen Opa motiviert blieb Sven Liestmann der Feuerwehr treu und übernahm 2009 deren Führung in Ruschwedel.

OBM Liestmann bedankte sich bei allen Feuerwehrleuten der vergangenen Jahre.

Text, Bilder und Reproduktionen: G. Kachmann, FF Harsefeld



4. Oktober 2021
Aktuelles, Allgemein