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Samtgemeinde Harsefeld: Laterna magica und Schildkrötpuppen im Museum Harsefeld


Laterna magica und Schildkrötpuppen im Museum Harsefeld


In den letzten 170 Jahren hat sich auf dem Spielzeugmarkt viel verändert. Dominiert heute Batterie betriebenes Spielzeug aus Kunststoff, das Lärm macht statt Kreativität zu fördern, gab es früher ausgesuchte und liebevoll hergestellte Spielsachen. Eine Auswahl an bis zu 170-Jahre alte Puppen, Bücher, Tierfiguren oder Eisenbahnen gibt es bis zum 27. August im Museum Harsefeld zu bestaunen.

Verschiedene Puppen aus zwei Jahrhunderten

„Spielzeug ist so alt wie die Menschheit selbst!“ sagte Monika Roesberg, Vorsitzende des Vereins für Kloster- und Heimatgeschichte und Museumsleiterin, zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung. Aus Naturmaterialien angefertigte kleine Püppchen oder Rasseln sind seit tausenden von Jahren nachgewiesen.

Im Museum Harsefeld stellt zum einen die Sammlerin Renate Fock aus Neuenfelde ihre Kleinode aus, die aus der eigenen Familiengeschichte stammen und auch auf Flohmärkten gefunden wurden. Zum anderen hat Heinz Röhrup aus Mulsum, der eigentlich Langspielplatten sammelt, Spielsachen aus seiner Kindheit in den 1960er Jahren und aus dem Familienfundus zusammen getragen. Von den Ausstellungsmachern zwar nicht beabsichtigt, aber nach den Erläuterungen der beiden Sammler spannend zu vergleichen: Welche typischen Geschenke haben damals Jungen und welche Mädchen bekommen?

Renate Fock steuert verschiedenste Puppen, komplett und liebevoll eingerichtete Puppenhäuser, Kaufmannsladen und Schule, Oblaten Glanzbilder fürs Poesiealbum, Bügeleisen, Nähkästchen, Nähmaschine, Bilderbücher und auch ein komplettes Theater-Bilderbuch bei. Für Puppenliebhaber wird eine fast 170 Jahre alte Holzpuppe aus dem Grödnertal in Tirol, verschiedene Schildkrötpuppen, Armand-Marseille-Puppen und auch Puppen von Käthe Kruse und Steiff von Interesse sein.

Eine Laterna magica von 1905

Dagegen hat der Chemieingenieur Heinz Röhrup mit technischem Spielzeug seine Zeit vertrieben: Eine Dampfmaschine bekam er etwa 1960 zu Weihnachten geschenkt. Im Haus der Familie ging er oft auf Schatzsuche und stöberte in den Schubladen. Mitgebracht hat er außerdem eine „Laterna magica“ aus dem Jahr 1905 zu der man einzelne Bilder kaufen konnte– sie ist ein Vorläufer des Dia-Projektors. 10 Jahre später kam ein „Kino-Plastikum“ auf den Markt, mit dem Filmfreunde einzelne Bilder eines 16mm-Films betrachten konnten. Zu Heinz Röhrups weiteren Schätzen gehören ein Metall-Baukasten „Stabil“ und ein Uhren Baukasten aus dem Jahr 1930.

Weitere bei Kindern beliebte Spielsachen waren natürlich Eisenbahnen – damals aus Blech – Kreisel und Spieluhren.

Die Sonderausstellung „Spielzeug anno dazumal – Womit Oma und Opa spielten“ wird bis zum 27. August 2017 zu sehen sein. Das Museum Harsefeld, Am Amtshof 3, ist dienstags bis sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, sonn- und feiertags von 10 bis 12 Uhr. Telefon zu den Öffnungszeiten: 04164 / 6910. Der Eintritt ist frei.



3. Mai 2017
Aktuelles, Klosterpark, Museum

 
 
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