Schon jetzt sind ausgedehnte Röhrichte typisch für das Auetal. Das Schilfrohr ist für den Naturhaushalt sehr wichtig. Es besiedelt alle
Übergänge vom Wasser zum Land und reinigt das Wasser der Aue. Zwischen den Halmen setzen sich Schwebstoffe ab. Die unterirdischen Ausläufer versorgen über ein luftgefülltes Gewebe den Boden mit Sauerstoff. So werden biologische Abbauprozesse beschleunigt. In vielen Schilfkläranlagen im Kreis Stade stellt die Pflanze ihre Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis.
Von großer Bedeutung sind ausgedehnte Röhrichte für viele bedrohte Vogelarten. Nähert man sich einem Röhricht im späten Frühjahr, hört man ein geschäftiges "Schwätzen". Der unauffällige Teichrohrsänger kennzeichnet so sein Revier und lenkt von seinem Nest ab. Weitaus besser läßt sich die Rohrammer beobachten.
Selbst Greifvögel leben im Schilf. Die seltene, bussardgroße Rohrweihe baut ihr Nest gut versteckt am Boden zwischen den Halmen. Sie ist leicht an ihrem flachen Schaukelflug über dichten Pflanzenbeständen zu erkennen.
Die Röhrichtbestände werden im NSG "Aueniederung und Nebentäler" zunehmen. Damit entsteht neuer Lebensraum für viele bedrohte Tierarten.