Konzerte im Harsefelder Klosterkeller
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Klosterkellerkonzerte

 

Seit mehreren Jahren sind die Klosterkellerkonzerte nun bereits ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Harsefeld. In den Wintermonaten finden hier regelmässig Konzerte der verschiedensten Bands und Musikstile statt.

Im Jahr 2006 traten beispielsweise Dick Bird, Yellow Moon und die A-capella-Gruppe Voxtrott im Klosterkeller auf, für das Jahr 2007 stehen bereits folgende Termine fest:

Blues Culture Pressefoto 2

 

12. Januar: Abi Wallenstein feat. Bluesculture - Webtipp: www.bluesculture.de

 

 

2. Februar: Sly

 

 

30. März: David Qualey - Webtipp: www.davidqualey.de

 

 

Konzerte im Jahr 2006:

Ragtime, Rhythm & Blues: Dick Bird

Der virtuose Gitarrenpicker DICK BIRD stammt aus London und ist einer der führenden europäischen Spezialisten für Country Blues und Slide. Wie kaum ein anderer vereint er Präzision, Energie und Gefühl in seinem meisterlichen Fingerpicking-Stil, der einen breiten stilistischen Bogen von Ragtime bis Rhythm & Blues spannt und auch modernere Einflüsse einbezieht. Wie Steve Baker gilt auch Dick als Pate für zahlreichen Nachwuchsspieler. Neben seinen Fähigkeiten als Instrumentalist ist er außerdem ein exzellenter Sänger und Entertainer, mit einer ausdrucksvollen bluesigen Stimme sowie einer Bühnenpräsenz, die die Aufmerksamkeit des Publikums sofort auf sich zieht. Von London kam Dick Bird mit Steve Baker als Mitglied der legendären Jugband Have Mercy erstmals nach Deutschland. Seitdem hat er mit einer beeindruckenden Reihe von Künstlern zusammengearbeitet. Ob alleine oder im Ensemble, sein prägnantes Spiel strahlt immer eine unverkennbare Autorität aus und begeisterte auch in diesem Frühling wieder die Zuhörer im Harsefelder Klosterkeller!

Im Herbst 2006 dann waren "Yellow Moon" sowie "Voxtrott" im Klosterkeller zu Gast.

Yellow Moon begeisterte am am Freitag, den 6. Oktober leider nur knapp 50 Musikliebhaber - aber diese kamen voll auf ihre Kosten! Allein betrat zunächst Claus "Dixie" Dierks mit seiner Gitarre die Bühne und begann "Willy and the Hand Jive" zu spielen. Nach und nach folgte die gesamte Band, die aus immerhin acht Musikern besteht. Dass diese hervorragend aufeinander eingespielt sind, wurde schon nach wenigen Takten klar. Das Publikum dankte mit Mitklatschen und begeistertem Applaus.

"Gitarren, akkustisch und elektrisch, Banjo oder wahlweise Mandoline, Bass, Cajon (eine Holzkiste, die als Perkussion dient), Akkordeon und ausdrucksstarke Stimmen sorgten für einen runden Sound, den der ebenfalls hervorragende "Tonmann" bestens auf die akkustischen Verhältnisse des Klosterkellers abzustimmen wusste. Claus Dierks unterhielt nicht nur mit seiner von Missississippi-Wasser getränkten Blues-Stimme sondern auch durch launige Ansagen. Bei "Six Days on the Road" sprach er von überaus nützlichen Pfandflaschen, die er sechs Tage durch die Gegend transportiert, ein anderes Mal suchte er einen Geflügelzüchter als Sponsor für "Yellow Moon". Aber auch Nachdenkliches war zu hören. So wurde Friedrich Karl Flick erwähnt, der einen Tag zuvor gestorben war. Seinem unheilvollem Wirken setzen sie das Friedenslied "Seagulls" von Donovan entgegen. Besonders schön waren die leisen Momente. "The Gambler" von Bob Dylan, aber auch "Across the Border", einem Lied über illegale mexikanische Einwanderer in den USA oder "Feels like Rain", ließen  Gänsehaut aufkommen. Vor den Zugaben wurde noch "Yellow Moon" gespielt, der Song von den Neville Brothers, der den acht Hamburgern den Namen gab. Der Abgesang war dann "A Capella". "Old Triangle" und der Gesang der Sirenen an den aus Homers Odyssee angelehnten Film "Brother where art' though" war das Ende eines rundum gelungenen Abends." (Alfred Schüch)

 

Voxtrott ist ein Vokalensemble aus dem Landkreis Stade. Ihr Motto ist "Sing-a-talk" - vorgetragen wurden beispielsweise neue deutsche Lyrik von Jandl über Morgenstern bis hin zu Gernhardt in mehrstimmigen à-cappella-Gesangs-Arrangements. Stilistisch reichte die Palette von Rock und Rap über Jazz bis hin zu impressionistischen Klangmalereien. Außerdem wurden natürlich A-cappella- Klassiker geboten, aber auch Experimentelles wie z.B. das Erzeugen von "Klangfeldern" war zu hören.

"Der Klassiker „Ottos Mops kotzt“ entwickelte sich dabei zu einem unverhofften Mitwippstück, Robert Gernhardts lyrische Antworten „Annas Gans“ und „Gittis Hirsch“ gerieten nicht minder komisch. Beim abschließenden „Männer“ von Herbert Grönemeyer wurde dann über 80 dezibel gelacht. Aber auch die Liebeslyrik kam nicht zu kurz. Eine weiße Wanne wurde zum Meer ernannt, in dem ein bisschen Sehnsucht schwamm. In Gitarrenbegleitung konnte man zum Ende Heines „Geliebte Schöne“ mit ganz anderen Ohren hören. Und man wusste an diesem Abend nicht mehr, ob von Menschen oder Mäusen die Rede ist..." (Lena Schüch)

Auch im Jahr 2007 stehen wieder einige musikalische Highlights auf dem Programm - den Anfang machen am 12. Januar 2007 um 21 Uhr Abi Wallenstein & Blues Culture.

Informationen zu den Open-Air-Veranstaltungen im Klosterpark gibt es hier

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