| Zum Flecken Harsefeld gehören die Orte Griemshorst, Hollenbeck, Issendorf, Ruschwedel, Weißenfelde und natürlich der zentrale Ort Harsefeld mit Verwaltungssitz der Samtgemeinde. Einwohnerzahl: 12.378 (amtliche Statistik zum Stichtag: 30.06.2011) Fläche: 52,37 qkm |
Wappenbeschreibung: In Silber ein schwarzer Ritter auf schwarzem, mit Gold gezäumtem, nach rechts springendem Roß, blaues Schild belegt mit drei goldenen Rosen und blauer Schildfuß belegt mit zwei goldenen Rosen. Die Gemeinde führt das Wappen des früheren Amtes Harsefeld, das auf dem Besitz des von den Harsefelder Grafen gestifteten Klosters entstand. Das Wappen ist redend (Harsefeld = Horse = Roß, aber auch die Bedeutung in Rose statt Roß kommt vor). Erlaß des niedersächsischen Ministers des Innern vom 09.07.1948. Die Gemeinde führt eine blau-weiße Fahne mit diesem Wappen.
Namensforscher sind sich darin einig, daß Siedlungen mit der Bezeichnung "feld" zu den ältesten gehören. Man geht davon aus, daß "Harse" abzuleiten ist vom sächsisch-englischen "horse" = Pferd, so daß der Name Harsefeld mit "Feld der Pferde" zu deuten ist. Aber nicht nur vom Namen her kann man auf eine lange Geschichte zurückblicken. So weisen Funde aus einem Königsgrab und einem großen Urnenfriedhof (400 v. Chr.) auf eine frühe Besiedlung hin. Hügelgräber sowie ein sächsischer Friedhof lassen vermuten, daß auch der Ortsteil Issendorf in der Urzeit schon stark besiedelt war. Die Geschichte der Ortsteile Hollenbeck und Ruschwedel läßt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen.
Sichtbares Zeugnis der über 1000jährigen Geschichte Harsefelds sind auch die ab dem Jahr 1981 sanierten Mauerreste des ehemaligen Benediktiner-Mönch-Klosters und der Burg der Harsefelder Grafen. Auf dem historischen Klostergelände befinden sich der Amtshof, das Museum
Harsefeld und die St.-Marien- und Bartholomäi-Kirche mit einem Bronze-Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert. Der mächtige Amtshof wurde im Jahre 1742 auf den Grundmauern der ehemaligen Benediktiner-Abtei errichtet. Seit der Renovierung im Jahre 1980 beherbergt er die über 150 Jahre alte Friedrich-Huth-Bücherei und gilt mit dem "Klosterkeller" als gastronomische und kulturelle Begegnungsstätte.
Das 1986 eröffnete Museum
Harsefeld befindet sich im ehemaligen Gerichtsgebäude aus der Harsefelder Amtszeit. Es zeigt liebevoll zusammengetragen und anschaulich präsentiert Zeugen aus vorchristlicher Zeit, aus der Klosterzeit und den Epochen danach. Gästeführer/-innen in alten Trachten stellen den Gästen sowohl das Klostergelände als auch den Ort Harsefeld und die umliegenden Mitgliedsgemeinden gerne vor.
Während die Ortsteile hauptsächlich landwirtschaftlich strukturiert sind, ist die dominierende Rolle der Landwirtschaft im zentralen Ort Harsefeld nicht mehr gegeben. Hier waren bereits um die Jahrhundertwende mehrere handwerkliche Betriebe, u. a. eine Ziegelei und ein Tonwerk, angesiedelt. Heute sind leistungsfähige Handwerks- und Gewerbebetriebe mit einem Aktionsradius weit in den Hamburger Raum hin vorhanden. Für weitere Betriebsansiedlungen steht ein weiträumiges erschlossenes Gewerbegebiet zur Verfügung. Laut dem regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Stade erfüllt der Flecken Harsefeld die zentrale Funktion des Grundzentrums. Der Standort des Grundzentrums ist der Ort Harsefeld, der auch Schwerpunktaufgaben für die Sicherung und Entwicklung von Wohn- und Arbeitsstätten übernehmen soll.
Das Schulwesen reicht bis zum Gymnasialabschluss
Zu den Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen gehören das Waldstadion mit zwei Fußballplätzen, das beheizte Freibad, die Eissporthalle, der Campingplatz, ein Sport- und Freizeitpark mit einer Fünffach-Tennishalle, Squash-Courts und Fitneßeinrichtungen, eine Reithalle, ein Waldlehrpfad, ein Trimm-Dich-Pfad und größere Parkanlagen mit Fisch- und Ententeich. Aber auch in den Sportvereinen, den Schützenvereinen, den Feuerwehren, den Gesangvereinen etc. werden vielfältige Aktivitäten angeboten. Die Schießsportanlage des Schützenvereins von 1903 gilt als beispielhaft im norddeutschen Raum.
Partnergemeinde von Harsefeld ist die französische Gemeinde Asfeld.
Partnerstadt ist die Stadt Feldberg in Mecklenburg-Vorpommern.
Weitere Informationen finden Sie unter Bürgerinfo/Rathaus.