Schließen X
Bild wird geladen...

Samtgemeinde Harsefeld: Museum Harsefeld – Über uns

Klosterpark_Harsefeld_ausschnittDas Museum Harsefeld befindet sich im Klosterpark. An dieser Stelle bestand bis 1647 ein bedeutendes Benediktinerkloster, von dem noch heute die Kirche und die Fundamente des Amtshofes und des Museums zeugen. Das Kloster verfiel im Laufe der Jahre, neue Gebäude wurden errichtet, andere abgerissen. So baute man zum Beispiel im 18. Jahrhundert auf einem Teil der alten Fundamente ein Gebäude, das als Gerichtshaus und Registratur diente: Das heutige Museum Harsefeld.

 

1981 – 1984 legten Archäologen das gesamte ehemalige Klostergelände frei und bereiteten die Fundamente als begehbares Bodendenkmal auf. Im Zuge der Grabungen kam der Wunsch nach einem Museum auf, um die umfangreichen Grabungsergebnisse zu präsentieren. Der Flecken Harsefeld restaurierte das ehemalige Gerichtsgebäude und funktionierte es zum Museum um. 1986 richtete der frisch gegründete Verein für Kloster- und Heimatgeschichte e.V. das Museum ein. Im Laufe der Jahre kam es zu erheblichen Modernisierungen, so dass heute zwei moderne Dauerausstellungen zu besichtigen sind.

Der Familie der Udonen, den Harsefelder/Stader Grafen, ist die Dauerausstellung „Eine Zeit im Wandel – Burg, Stift, Kloster Harsefeld“ im Erdgeschoss gewidmet. Hier können Besucher die Geschichte dieses bedeutenden Grafengeschlechts entdecken.

Außerdem werden Funde und Befunde aus den Klostergrabungen sowie ein Modell des Klosters gezeigt. Eine anschauliche Dokumentation bestehend aus Grabungsfunden, Architekturfragmenten, Hausrat, Schreibgeräten und Bildern führen in die Geschichte des Klosters und in die Lebenswelt mittelalterlicher Mönche ein.

Im Obergeschoss wandert der Besucher entlang der Aue zu

verschiedenen Stationen mit archäologischen Funden unter dem Motto „5000 Jahre Leben an der Aue“. Die Ausstellung erklärt Vor- und Frühgeschichte der Region und zeigt neben Pfeilspitzen, Axtkeilen und Schwertern auch Urnen und andere Exponate zu Bestattungsriten aus unterschiedlichen Epochen.

Ebenfalls im Obergeschoss untergebracht ist das „Friedrich-Huth-Zimmer“. Es erinnert mit besonderen Exponaten an das Leben und die Schenkungen dieses großen Mäzens, der seine Kindheit in Harsefeld verbrachte. Seit 2010 können im Friedrich-Huth-Zimmer standesamtliche Trauungen stattfinden.

Die Dauerausstellungen wurden inhaltlich unter der Federführung des ehemaligen Kreisarchäologen Dr. Diether Ziermann konzipiert und realisiert. Die grafische Ausgestaltung übernahm der Grafiker Michael Jalowczarz, Gut Daudieck, der ein modernes Museumskonzept mit interaktiven Ausstellungselementen erstellte.

Zusätzlich zu den Dauerausstellungen organisiert der Verein für Kloster- und Heimatgeschichte regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu unterschiedlichsten Themen wie beispielsweise „Kunst am Ei“, „Fledermäuse“, „Varus, Varus – 2000 Jahre Rom auf der Geest“ oder “Funde aus dem Bombenschutt”.

© Martin Elsen
© Martin Elsen

Im Museumsshop findet der Besucher Heimatliteratur, die Jahrbücher “Geschichte und Gegenwart”, kleine Mönche aus Ton, Postkarten, modische Schals mit Harsefeld-Wappen, Harsefelder Gartenscheren und den Kräuterschnaps “Abtstropfen”.

Führungen sind jederzeit nach Vereinbarung möglich, auch museumspädagogische Führungen für Schulklassen.

Anmeldungen bei der Touristinfo unter Tel. (0 41 64) 887-132 oder 887-135.